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Aus der Augsburger Geschichte
Schon vor den Fuggern und Welsern wurde Augsburg gelegentlich als die reichste Stadt Europas bezeichnet.

Im Jahre 1400 zählte sie 10000 und 1475 gar 18300 Einwohner. Die gesellschaftliche Gliederung war nach unten nicht zwingend. So gesellten sich vereinzelte Angehörige der Geschlechter zu den Zünften, den später auch Graf Anton Fugger beitrat.

Augsburgs Bedeutung zur Reformationszeit weisen aus:Die Augsburger Konfession, das Augsburger Interim, und der Augsburger Religionsfrieden.Zu den gesellschaftlichen Gegensätzen waren nun die der Bekenntnisse getreten, so daß Kaiser Karl V. in die

Selbständigkeit der Stadt eingriff und 1548 die Zunft Herrschaft durch eine erneute Herrschaft der Geschlechter ersetzte, von den wohl keines mehr aus der Zeit vor 1276 stammte. Diese Herrschaft hielt bis 1803, dem Ende der Reichsstadt Herrlichkeit.

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Anmerkung: Heimatforscher Hans Bach, Gunzenhausen schrieb über die Sippe Bach; In Augsburg, wo die Bach Familie schon vor 1250 vorkommt, starb diese mit 1503 mit Anton Bach aus.

Augsburger Bach Linie
Von zweiundzwanzig Familien ist es erwiesen, daß die Mehrzahl ihrer Mitglieder sich 1368 in keiner Zunft eintragen ließen, als die Zünfte die Oberhand im Stadtregiment errungen hatten. Zu diesen sogenannten Geschlechtern, wie die Patrizier in Augsburg hießen, gehörten auch die Bach. Längst waren sie als namhafte Namensträger in Augsburg erloschen, als noch das Andenken an sie erhalten war, weil unsere Ahnfrau Katarina Bach mit ihrem Manne Johannes Rem ein Seelhaus gestiftet und sie diesem noch 1411 als Witwe ein Grundstück geschenkt hatte, das bis 1815 erhaltene Bach’sche Seelhaus.

Bach’sche Seelhaus
Solche Häuser waren wohltätige Gaben zum Seelheil der Stifter und zwar erstmals nicht an die Kirche, sondern an die Stadt. Das Bach’sche Seelhaus nahm acht arme Frauen auf, die als Seelweiber gegen Lohn auch in Privathäuser zur Krankenpflege gingen.

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Heinrich von Ulm und seine Frau Adelheid sind die frühesten Ahnen aus diesem Geschlecht. Heinrich war offenbar ein von Ulm nach Augsburg übergesiedelter Groß- und Fernkaufmann, der 1288 unter dem Namen Heinrich Bach als Zeuge bei der Stiftung eines Spitals durch Heinrich Langenmantel urkundlich wird. Das Rechnungsbuch des Herzog Ludwig des Strengen (gest. 1294) nennt ihn dreimal als Gläubiger des Herzogs darunter zweimal für Lieferung von Tuchen, Fellen, und verbrämten Pelzwerk. Ferner zweimal in Gemeinschaft mit seinen ungenannten Schwiegersöhnen.

Im Jahre 1309 wohnte er am Heumarkt.

Heinrich von Ulm, Heinrich Bache und Heinrich Berna
Eine Urkunde aus dem Jahre 1304 weist aus, daß Heinrich von Ulm und Heinrich Bache auch Personengleich mit Heinrich Berna ist.Der Ahnenforscher Herr Studienrat  Kurt Ansorge, Bad Homburg erläutert den Zusammenhang der drei Namen für dieselbe Person wie folgt:

Das Siegel von 1324 des Heinrich Bach II, Sohn des Heinrich von Ulm gibt wichtigen Aufschluß über den Namen Bache. Es hat die Umschrift S HAINR BERNE CIV AVG und zeigt im Schild eine nach rechts laufende Geflügelkeule mit Flug. Damit ist das Wort Berna erklärt: es ist gleichbedeutend mit dem lateinischen Wort perna und eine Übersetzung und aus dem mittelhoch-deutschen Bache (= Hinterkeule – Schinken), von dessen deklinierten Formen das alt französische bacon und das englische bacon entlehnt sind.

Im Deutschen macht das Wort einen Bedeutungs- und Geschlechtswandel durch. Haben wir im 15.Jahrhundert noch das Sprichwort „mit der Wurst an den Bachen werfen“

So wurde allmählich „der Bache“ Bezeichnung für das ganze Schwein beiderlei Geschlecht. Erst im 17. Jahrhundert wurde daraus die “Bache“ im heutigen Sinne. Wenn an dem Familiennamen das Schluß „e“ meist fehlt, so ist das schwäbischer Dialekt. Wenn er aber auf Siegeln und in der Aktensprache die lateinische Form Berna erhielt, haben wir in Agnes Bernauer vielleicht eine Berna=erin zu sehen; denn den Namen Bernauer gab es in Augsburg nicht.

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1432 Hochzeit des Wittelsbacher Herzogs Albrecht III. mit der Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer,

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die 1435 auf Befehl ihres Schwiegervaters Herzog Ernst als Hexe verurteilt und in der Donau bei Straubing ertränkt wird
 

Von Heinrichs Töchtern heiratete Gertrud, Ruediger Langenmantel, der nun als Tochtermann des Heinrich von Ulm bezeichnet wird. Tochter Katarina heiratete in das Ahnengeschlecht Herword. Eine unbenannte Tochter ehelichte gleichfalls einen Herword.

Es war vermutlich die Großmutter Mathilde, die Ahnfrau Herword des Ahnherrn Johann Langenmantel.

Gisela des Konrad Minner (siehe Konrad Minner) ist gleichfalls eine Tochter Heinrichs.

Heinrich II. Bach, dessen Siegel oben ausgewertet wurde, wird ab 1317 bis 1334 öfter uns meist als Zeuge überliefert. Er besaß 1320 einen Baumgarten mit mehreren Häusern, erwarb 1324 ein Gut in Erringen und auch andere Güter, kaufte 1325 einen Hof in Schwabmuenchen  und 1332 das Holz Bannacker. Das waren gewiß Zutaten zu einem ererbten Vermögen, die Grundlage, auf der die Geschlechter ablehnten, einer Zunft beizutreten.

Er war Bürgermeister  in den Jahren 1323,1329,und 1334, versah er 1320, 1324, 1325 das Amt des Baumeisters, 1327 das des Sieglers und wird bei einer Pflegschaft Heinrich der Ältere genannt. Am 3.10.1334 war er tot.

Seine Witwe Gertrud wird 1338 mit ungenannten Kindern erwähnt und stiftete am 17.3. 1338 den Dürftigen im Hl. Geist Spital vier Häuser.

Als Söhne hat Heinrich ab 1320 Karl, Ehemann der Elsbeth Langenmantel mit Kindern Karl, Oswald, Margarete und Afra.

1335 Bertold gestorben 1362, vermählt mit Agnes Voegelin.

Tochter Elsbeth verehelichte Schrenk und Sohn Heinrich der die Tochter Katarina des Konrad Langenmantel vom Salzstadel zur Ehe hatte.

Zu diesen Brüdern und den folgenden Ahnherren tritt noch Schwester Elsbeth 1343 verehelichte Welser.

Heinrich III muß 1334 mündig gewesen sein, tritt nur 1341 als Zeuge in Erscheinung und war 1343 bereits tot.

Seine Frau Anna zahlte für ihren Sohn Heinrich ein Leibgedinge. So hieß eine verlorene Geldgabe an die Stadt, die so lange oder so kurz verzinst wurde wie der Betreffende lebte, auf dessen Leib sie gezahlt wurde.

Frau Anna, Schwester der Elsbeth oben, war eine Tochter Heinrich II Langenmantels. (siehe dort)

 
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Die obengenannten Brüder Karl, Konrad und Oswald Bach bezeichnete sie als Vettern, im heutigen Sinne Neffen, ihres Mannes.

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Im Jahre 1374 verkauften Anna, ihre Söhne Heinrich und Peter  und andere ungenannte Kinder ihr, ihren Anteil an Zusmarshausen, wobei auch ihr Bruder Johann Langenmantel genannt wird.

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Als letzte Beurkundung siegelt Anna 1378 in einer Gerichtssache von Erringen.

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Annas Sohn Heinrich hatte von seiner Frau geb. Portner abermals einen Sohn Heinrich Bach, der 1409 eine Urkunde siegelt, als Konrad Portner, Bruder seiner Mutter, das seit vielen Generationen den Portnern obliegende Portneramt verkauft. Ihr anderer Sohn Peter war mit einer Zeller verheiratet. Zu ihren beiden Söhnen treten noch  sechs Töchter, darunter Ottilie, vermählte Concelmann  und unsere Ahnfrau aus dem Geschlecht Bach:

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Katarina, die 1366 erstmals als Gattin des Johann Rem bekundet wird.

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1395 mit ihrem Bruder Peter erscheint und als Rems Witwe die Stiftung des Bach’schen Seelhauses vermehrt.

Conrad I Minner

Erstmals 1269 erwähnt, wohl noch als Kind urkundlich wird von

1298 bis 1323 öfter  als Zeuge aufgeführt, auch wiederholt zum Stadtpfleger gewählt. In Niedermeitingen kaufte er 1311 mehrereGüter. Als Fernhaendler in Tirol und Gläubiger des Landesfürsten wird er 1308 und 1314 genannt. Das Jahr 1322 in dem er Stadtpfleger und Pfleger des Hl. Geist Spitals war, scheint das letzte Jahr seiner Tätigkeit zu sein. Dem Stifte St. Moritz schenkte er 1324 einen Hof und errichtete noch in demselben Jahre auf dem Stifts Friedhof mit seinen Erben seine Begräbnis Stätte. Am 30.6. 1329 war er tot, gestorben wohl am 4.12.1328.

In erster Ehe war er mit Agnes Rueplin vermählt, wahrscheinlich Mutter des Peter.

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In zweiter Ehe hatte Konrad die Tochter Gisela des Heinrich Berna (siehe Bach) zur Frau, die wohl die Mutter seiner Kinder

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Konrad II und Gisela verehelicht mit Hans Welser.

Sein dritte Frau Anna Dachs scheint ihn überlebt zu haben.

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Zur Verfügung gestellt von Frau Inge Vogel, Essen, vielen Dank.

Quellenangaben:
Herr Studienrat Kurt Ansorge, Bad Homburg
sowie Herr Ingenieur Fritz Liliental, Augsburg 

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