Ritter von Bach
 
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Die Geschichte der Ritter von Bach

Die Stammburg der Ritter von Bach lag an der Stelle der heutigen Pfarrkirche Kappelwindeck.

Ihr Wappen war ein gewundenes Steinbockhorn.

 


Sie erschienen Mitte des 13. Jahrhunderts als Lehensleute der Grafen von Eberstein, der Markgrafen von Baden und hatten einen ausgedehnten Liegenschaftsbesitz zwischen Bullot und Murg. Später zogen sie in das Neuweierer Tal.

Mit Berthold von Bach wird erstmals diese Familie als Herren von Neuweier urkundlich erwähnt.
Erbaut wurde das Schloß im 13. Jh. als gotische Wasserburg mit Burggraben (Tiefburg), vermutlich von den Rödern von Hohenrod. Es handelt sich um eine wehrfähige Wasserburg. Berthold von Bach war markgräflicher Kämmerer, Ministeriale und Amtmann zu Steinbach.

Konrad von Bach ist Besitzer des "Crieghofes, oben in der Stadt" in Steinbach.Dieser Hof lag wohl in der Nähe der Kirche.

Die Dorfkapelle St. Johanneskaplanei wird von den Röder, von Bach und Adligen am 23. Februar 1329 gestiftet. Stifter sind: Ritter Albrecht Röder von Hohenrod, Edelknecht Heinzmann Bube (residens in Newilre), Bach vom unteren Schloß sowie weitere Adlige der Neuweierer Umgebung.
Weitere Nennungen: Ritter Albrecht, der Roder von Negenwilr, von Schowenburg genannt. Nicolaus Röder, sowie Hugo, Conrad und Berthold von Bach.
Die Johanneskaplanei befand sich beim oberen Schloß in der heutigen Ortsmitte bei der Kirche. Ein Benefizhaus neben dem oberen Schloß, heute Schloßackerweg 1, neben dem Gasthaus Rebstock. Tägliche Messe, außer Sonntags. Mit Hilfe und Steuer frommer Leute eine Kapelle und einen Altar zu Ehren der seligsten Jungfrau, des Heiligen Johannes und des heiligen Georg. Mit einer Priesterpfründe zu einer täglichen Messe für die Stifter und ihre Nachkommen.

Zerstörung der Adelshöfe der Ritter von Bach, von Stein und der Röder um Steinbach sowie der Yburg durch die Straßburger. Grund war eine Fehde des Bischofs von Straßburg gegen den Grafen von Öttingen, der Steinbach pfandweise innehatte. Wahrscheinlich hatte der Ritter der Yburg zwischen Steinbach und Sinzheim einen Warenzug der Stadt Straßburg überfallen und ausgeplündert und einige reiche Kaufleute als Geiseln auf der Yburg festgehalten, um ein Lösegeld zu erpressen.

Die Besitzer von drei festen Herrenhäusern in Steinbach (s.o.??) beteiligten sich an dem Überfall, um einen Anteil an der Beute einzuheimsen. Der Bischof Berthold beteiligte sich an dem Überfall, um einen Anteil an der Beute einzuheimsen. Später aber erklärte er dem Yburger und den drei Edelhöfen den Krieg. Die Yburg wurde dabei zerstört und die Edelhöfe in Schutt und Asche gelegt. Das würde bedeuten, daß diese Adligen die Zerstörung von Steinbach und der Yburg verschuldeten.

Die St. Katharina - Kaplanei in Steinbach wird von den Herren von Bach gestiftet.

Ein Edelknecht Hans Spet von Bach wird in badischen Urkunden von 1366-1404 genannt.

Hans Speth von Bach bekommt von den Markgrafen Rudolf Bernhard Bete zu Stollhofen.

Georg von Bach ist badischer Hofmeister und ein Schwiegersohn von Arbogast Röder.

Markgraf Bernhard belehnt seinen Hofmeister Georg von Bach mit allen seinen Lehensgütern. Diese Lehensgüter erbte Georg von Bach von seinem Vater, Hans Spet von Bach.

Hans von Bach, Edelknecht, ist Vogt zu Iburg.

 


Ein Grabmal von Georg von Bach befindet sich an der nördlichen Seitenwand der Steinbacher Kirche und zeigt unter anderem das Wappen des Geschlechts

Letztmalig wird ein Ritter Konrad (von Bach, von Stein?) von Iberg genannt

Streitigkeiten zwischen Steinbacher Bürgern und Konrad von Bach, Konrad von Stein.
Die Adligen verlangten freie Schweineweiden, freie Schafweiden und unbeschränktes Beholzigungsrecht im Steinbacher Stadtwald. Des Markgrafen Landhofmeister und später der Markgraf selbst gab den Bürgern weitgehend Recht.

Ein Hans Jacob Strack zinst an die Herren von Bach 3 Schilling und 2 Pfennig für viereinhalb Matten in den Stöcken (bei Leiberstung)

Tod von Junker Jörg von Bach, dem letzten von Bach. Sein Grabmahl befindet sich am Außenchor der Offenburger Stadtkirche.

Meister Christoph von Urach hat in seine Gestalt die ganze Schwermut des sterbenden Rittertums gemeißelt.

 


Die Kinder seiner Schwester, Katharina von Bach, verheiratet mit dem Mainzischen Marschall Philipp von Cronberg, erben die Bachschen Güter in der Ortenau.

Tochter Anna heiratet Hartmann von Cronberg, Tochter Catharina von Cronberg erhält Schloß Neuweier. Aus zweiter Ehe mit Philipp von Dalberg, Kämmerer von Worms, geht ein Kind Namens Philip von Cronberg hervor, der 1548/49 das Schloß wieder aufbaute.
Der Sohn Philipp wird erster Grundherr von Neuweier.

Quellangaben:

Josef Seiter, Neuweier

http://home.t-online.de/home/josef.seiter/neuweier/neuweier.htm

 

"Das Baden-Badener Rebland unter der Yburg"
Historischer Verein für Mittelbaden e.V., Mitgliedergruppe Yburg e.V.
verschiedene Autoren, 1989 
"Fundamentum Baden-Baden", 1987 
"Stollhofen", E. Gutmann, 1995

 

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